Das Leben ist zu kurz ,
um schlechten Wein zu trinken !

"Typisch" Merlot

Der rubinrote Merlot ist weich, schmeckt ein wenig nach Pflaumen, hat einen mittleren Alkohol-Gehalt. Merlot reift relativ früh und in vielen Gegenden Mitteleuropas daher auch gut aus; man kann ihn bereits zwei oder drei Wochen vor den Cabernet-Sorten ernten.
Der Charakter der Merlot-Weine ist körperreich, vollmundig und fruchtig. Die im Idealfall eleganten Weine besitzen meist weiche Tannine, erinnern an Heidelbeeren, Pflaumen und Brombeeren und erhalten im Laufe ihrer Reife auch schöne Kräuternoten.


Der vollständige Name dieser wahrscheinlich aus Frankreich stammenden roten Rebsorte lautet Merlot Noir, um sie von der nicht direkt mit ihr verwandten weißen Merlot Blanc zu unterscheiden.
Die Rebsorte Merlot ist eine der erfolgreichsten und wichtigsten Rotweinreben weltweit.
Der Merlot ist vor allem in Frankreich und Italien zu Hause.
Er wird mittlerweile weltweit angebaut - in Deutschland hauptsächlich in der Pfalz (217 Hektar) und in Rheinhessen (141 Hektar), kleinere Rebflächen finden sich auch im Süden wie in Baden und Württemberg (beides jeweils ca. 15 Hektar).
In Österreich ist sie erst seit dem Jahre 1986 zugelassen.
Sie ist in Frankreich die dritthäufigst und in der Region Bordeaux die häufigst angebaute Rebsorte.
Die Rebsorte ist sehr ertragsreich und der Wein schon jung sehr zugänglich - dieser Tatsache ist ihre jetzige Popularität.
Erste schriftliche Erwähnung im Bordeaux findet sich im 14. Jahrhundert: Zu jener Zeit wurde der Merlot noch Crabatut noir genannt, und galt eher als Sekundärsorte.
In der Region Venetien, Italien, wird der Merlot ab dem Jahr 1855 unter dem Synonym Bordò erwähnt und im Schweizer Tessin ist die Präsenz der Sorte seit der Zeit zwischen 1905 und 1910 dokumentiert.