Das Leben ist zu kurz ,
um schlechten Wein zu trinken !

"Typisch" Spätburgunder

Der Spätburgunder schmeckt vollmundig, samtig, hat ein fruchtiges Aroma und Nuancen von Mandel. Der "typische" Spätburgunder hat einen leicht süßlichen Duft nach roten Früchten, von Erdbeere über Kirsche und Brombeere bis hin zur schwarzen Johannisbeere.
Er ist nicht sehr farbintensiv, mild, gerbstoffarm und besitzt eine rostrote Farbe. Neben diesem klassischen Typ gewinnt der moderne Spätburgunder mit kräftigem Rot, mehr Gerbstoff, weniger Säure, immer mehr an Bedeutung.


Der Spätburgunder oder auch Pinot Noir ist eine bedeutende und qualitativ sehr hochwertige Rotweinsorte. Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird.
Der Name „Pinot“ ist möglicherweise dem französischen Wort für Kiefern- oder Pinienzapfen („pin“) entlehnt und hängt somit mit der Form der Traube zusammen.
In Deutschland sind fast 11.800 Hektar Rebfläche mit der Sorte Spätburgunder bestockt, das entspricht einem Anteil von mehr als zehn Prozent an der Gesamtrebfläche. Winzer und Verbraucher favorisieren die Sorte zunehmend. Seit Beginn der 90er Jahre wuchs die Spätburgunderfläche um mehr als 3.000 Hektar an. Die meisten Reben dieser Sorte stehen in Baden (über 5.500 Hektar) - mit einem Schwerpunkt am Kaiserstuhl - und in der Pfalz (1.660 Hektar). Daneben zählen Rheinhessen (1.450 ha), Württemberg (1.300 ha) sowie der Rheingau (400 ha) und die Ahr mit mehr als 350 Hektar zu den wichtigen Anbaugebieten für Spätburgunder.
Die Rebsorte Spätburgunder zählt zur Burgunderfamilie. Diese gehört wohl zu den frühesten aus den Wildreben im westlichen Mitteleuropa ausgelesenen Sorten. Karl der Dicke brachte die Sorte 884 an den Bodensee. Im 13. Jahrhundert wurde sie im Rheingau gepflanzt. Im 16. Jahrhundert stand sie vermutlich auch in der Pfalz. Im 18. Jahrhundert soll die Sorte aus dem Burgund an die Ahr gebracht worden sein. Einen Aufschwung erfuhr die Sorte vor 150 Jahren mit der Ausweitung der Sektproduktion, für die man reine Burgunderweinberge anpflanzte. Als Synonyme werden die Begriffe "Pinot Noir" und in Teilen Badens "Klevner" benutzt.